| EC FAOK Action: EDUCATING AFGHAN WOMEN FOR MANAGEMENT Tel: 070208651, 079-8039729 E-Mail: meyeroehme@aol.com Ruthild Meyer-Oehme, Projektleiterin für EAWM, ehrenamtliche Beraterin am Lycee Jamhuriat Badische Zeitung vom 25.07.2007
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FREIBURG. Seit fünf Jahren helfen Ruthild (76) und Detlef Meyer-Oehme (77) beim Aufbau von deutschsprachigen Gymnasien in Kabul. Wie lebt es sich in diesen Tagen in Afghanistan? Petra Kistler fragte das Lehrerehepaar aus Auggen. |
Ruthild Meyer-Oehme
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Meyer-Oehme: Die Gefährdungslage nimmt zu. Aber man muss damit leben und so tun, als ob sie nicht existiert. Sonst verliert man sein Selbstvertrauen. Mein Mann und ich, wir haben es gut, da wir völlig unabhängig sind, keine Organisation kann uns etwas vorschreiben. Wir haben kein Funktelefon, unser Anwesen ist keine durch Stacheldraht gesicherte Festung, wir chauffieren unseren unauffälligen Toyota-Kleinbus selbst und sind nicht gezwungen, uns einem Fahrer anzuvertrauen.
BZ: Was hat sich in den vergangen Wochen und Monaten geändert?
Meyer-Oehme: Der Ring um die Insel Kabul wird immer enger. Nur die Ausfallstraße gen Norden und die Verbindung nach Westen ist für Ausländer noch gefahrlos befahrbar. Um zu berichten, was sich sonst immer wieder abspielt, bräuchte man Seiten.
BZ: Bemerken Sie persönlich das Erstarken der Taliban?
Meyer-Oehme: Als Außenseiter merken wir von der Zunahme der Taliban in Kabul selber nichts. Die Polizei soll stark durchsetzt sein, das Parlament ebenfalls.
BZ: Wie bewegen Sie sich in Kabul?
Meyer-Oehme: Wir bewegen uns wie früher: mit dem Fahrrad, per Auto oder zu Fuß. Gerade vorgestern bin ich bei prallster Mittagshitze stundenlang per pedes in der Innenstadt unterwegs gewesen. Die meisten Kabuler sind immer sehr nett und hilfsbereit.
BZ: Wie lange werden Sie noch in Afghanistan bleiben?
Meyer-Oehme: Da jetzt für eine Nachfolgerin sie kommt aus Karlsruhe gesorgt ist und das Jamhuriat-Gymnasium von afghanischer Seite sehr gefördert wird, wollen wir im Herbst nach Auggen zurückkehren. Das hat nichts mit einer veränderten Sicherheitslage zu tun. Unser Alter lässt diese Entscheidung zu.
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